Wie wirkt Ginseng?

Bekannt wurde die Ginsengwurzel bei uns vor allem als

  1. „Pflanze des langen Lebens“,
  2. als natürlicher Jungbrunnen,
  3. als leistungsförderndes Tonikum 
    weil sie nachgewiesener Maßen den Blutdruck regulieren kann,
    gewöhnlich die Verdauung fördert und
    den ganzen Organismus für die täglichen Anforderungen adaptiert und kräftigt
  4. wie auch wegen ihrer durchblu­tungsfördernden Wirkung als biologisches Aphrodisiakum (potenzförderndes Mittel) und
  5. weil anwendertypischer Weise über einen generell erhöhten Energie-Pegel berichten.

Ginseng wirkt, wie die meisten Anwendungen in der TCM und der Tibetischen Medizin, auf den gesamten Organismus, aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin auf die sogenannten Zhang-fu, d.s, die Energie-speichernden und -bewegenden Organe und deren lebenserhaltende Funktionen. Diese werden dabei auf besondere Art und Weise

  1. allgemein reguliert und harmonisiert (Ginseng als Adaptogen),
  2. generell gekräftigt (Ginseng als Tonikum),
  3. stabilisiert (Ginseng als Immunstabilisator) und
  4. gegen schädliche Umwelteinflüsse geschützt (Ginseng als Radikalefänger)
  5. geschützt, Ginseng kurmäßig als Prophylaxe verabreicht, um Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen.

Das Verabreichen von Medizin gegen bereits ausgebrochene Krankheiten 
gleicht dem Versuch, einen Brunnen zu graben, wenn der Durst einsetzt!"
Huang Di Nei Ching 

Welche Ginseng-Qualität hilft am Besten?

Nicht jeder Ginseng wirkt gleich. Seine Qualitäten werden nach Standort, klimatischen Einflüssen, Voraussetzungen bei der Kultivierung und nach Art der Verarbeitung der Wurzel klassifiziert.

Durch die qualitätsrelevanten Faktoren kann die Palette der entsprechenden Wirkungsweisen sehr breit sein.

BIOAKTIVE VITALSTOFFE

Wichtigste Komponenten für die medizinische Wirkung von Ginseng sind vor allem die sogenannten Ginsenoside, bio-aktive Inhaltsstoffe, die in der Natur nur in Ginsengpflanzen vorkommen.

Bei der Auswahl eines geeigneten Ginseng-Produkts sind deshalb vor allem die Reinheit und Konzentration der Ginsenoside ausschlaggebend.

Der Ginsenosid-Gehalt (und somit der Wirkungsgrad) wird aber nicht nur von der Pflanzen­art und dem Anbaugebiet bestimmt, sondern auch vom Alter der Pflanze bei der Ernte, der traditionellen Behand­lung und von der weiteren Verarbeitung (wie dem schonenden Dämpfen).

Genau deshalb bestehen unter den vielen Ginseng-Produkten natürlich erhebliche Qualitäts­unterschiede – häufig sind z. B. billigere Ginseng-Fertigprä­parate mit entsprechend geringem Wirkstoff­anteil am Markt.

                              BEACHTEN SIE, WAS IM GINSENG ALLES STECKT 

Vergleichen Sie vor dem Kauf immer die Wirkstoff-Konzentration und den Ginsenosid-Gehalt der angebotenen Produkte und achten Sie darauf, ob Ihnen über Herkunft, Anbaugebiet, Reinheit und Verarbeitungs­methoden Auskunft und ein entsprechendes Zertifikat einer EU-Qualitätsprüfinstanz zu obigen Parametern gegeben werden kann.

Koreanischer Ginseng (Panax ginseng Hong shen, rote Wurzel) 

gilt allgemein als wirkungsvollste Ginsengart und wird deshalb auch als „Echter Ginseng” bezeichnet. 

Empfehlenswert sind Extrakte

die neben einem hohen Gehalt an Ginsenosiden weitere Ginsenginhaltsstoffe mit konstanten Mindestgehalten aufweisen.

Gegenanzeigen – Kontraindikationen – Nebenwirkungen

Prof. Savel hat in Langzeit-Tierversuchen nachgewiesen, dass Ginseng selbst bei tausendfach überhöhter Dosierung keine schädigenden Effekte verursacht. 

Obwohl bis heute zu Ginseng keine Nebenwirkungen bekannt sind, sollte er vorsichtshalber in folgenden Fällen NICHT (ohne vorherige Rücksprache mit Arzt oder Apotheker) eingenommen werden:

  • von Kindern unter sieben Jahren
  • während der Schwangerschaft und Stillzeit
  • vor operativen Eingriffen (beeinflusst möglicherweise die Blutgerinnung) oder sonst. Akutbehandlungen (z.B. frischer Herzinfarkt)
  • bei Hitze-Gefühl (die TCM nennt hier Zustände von „Yang-Überschuss” oder „Yin-Schwäche” bzw. „Yin-Mangel”). 

Übrigens: Millionen Menschen wenden im Vertrauen auf die bekannten Heilerfolge seit langem Ginseng an und von Schäden ist nichts wissenschaftlich nachgewiesen.

So bezeichnet Prof. Dr. Anduchan Ginseng als "...unschädliches Naturprodukt bei dem die Anwendung ohne Nebenwirkungen bleibt und das keine Beschwerden verursacht."

Mögliche Wechselwirkungen

Sollten Sie zusätzlich zu anderen Behandlungen und Substanzen Ginseng einnehmen wollen, sollten Sie Arzt oder Apotheker fragen. Es ist sinnvoll, sich darüber zu  informieren, in wie weit in manchen Fällen Medikamente sogar reduziert bezw. oft auch abgesetzt werden können, was nur unter ärztlicher Aufsicht geschehen soll.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulantien oder Schleifendiuretika oder bestehender Autoimmunkrankheit, wie bei Östrogen und Kortisonpräparaten fragen Sie bitte vorher Ihren behandelnden Arzt! 

Da Ginseng den eingestellten Blutzuckerspiegel senken kann, sollten auch DiabetikerInnen die Einnahme von Ginseng jedenfalls mit ihrem Arzt besprechen.

Ginseng verstärkt die Wirkung von anderen stimulierenden Substanzen, wie Koffein oder Teein. Es empfiehlt sich daher – besonders bei gesteigerter Nervosität oder plötzlich auftretenden Schlafstörungen – immer mindestens eine Stunde vor und drei Stunden nach Einnahme von Ginseng, keinen Kaffee oder Tee zu trinken.

Bei gleichzeitigem Verzehr von Rettichwurzeln (Meerrettich, Bierrettich, auch Radieschen ...) wird die Ginsengwirkung eventuell reduziert. 

                                                          HOMÖOSTASE

Walter Cannon nannte in "Die Harmonie in der Therapie" das dynamische Gleichgewicht an Energie und Organisation eines Organismus Homöostase. In Tierversuchen ergab sich bei der Wirkung von Ginseng: Je stressreicher eine Versuchserfahrung, desto stärker der Ginseng-Effekt.

In der TCM wird gelehrt, dass Ginseng die Ursprungs-Energie (yuan-qi), dabei also dessen Yin und Yang-Aspekte ausgleichen hilft. Ginseng stärkt die Lebenskraft und bewirkt, dass Qi an die Peripherie gelangt – also auch vermehrt nach außen und oben (Yang). Das erhöht auch das geistige und feinsensorische Potential des Menschen.

In jedem Fall sollte bei Langzeit­anwendung von Ginseng auf die Harmonie von Yin und Yang geachtet werden und das Yin speziell genährt werden (Säfte und Trockenheit beachten).

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