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Krebstherapie-Unterstützung (immunmodulierend, antioxidativ)
Krebs, Krebstherapie, Karzinom, Melanom, Onkologie, Sarkom, Tumor

Ginseng eignet sich begleitend bei einer Chemotherapie zur Milderung der Nebenwirkungen und zur Kräftigung des angegriffenen Immunsystems. Als Antioxidans wirkt Ginseng bei einer Chemotherapie als effektiver, natürlicher Strahlenschutz gegen die Schädigung gesunder Körperzellen. Nach einer Strahlen- oder Chemotherapie trägt Ginseng nachweisbar zur Stärkung der geschwächten Organe und des angegriffenen Immunsystems bei – die Nebenwirkungen der Therapie werden abgemildert. Ginseng soll auch die Blutbildung im Knochenmark anregen und fördern. Außerdem belegen neuere Studien, dass Ginseng sehr effektiv die bei Tumorerkrankten häufig auftretende Abgeschlagenheit (Fatigue) mindern kann.VORSICHT! Ginseng kann Phytoöstrogene enthalten! PatientInnen mit hormonempfind­lichem Brustkrebs sollten die Einnahme von Ginseng unbedingt mit ihrem Onkologen absprechen!
Studie 2007
Pilot study of Panax Quinquefolius (American Ginseng) to improve cancer-related Fatigue: NCCTG Trial N03CA
Randomisierte placebokontrollierte doppelblinde Dosisfindungsstudie

282 ProbandInnen, Panax Quinquefolius (750 mg, 1.000 mg bzw. 2.000 mg täglich, 8 Wochen lang)

KrebspatientInnen leiden häufig unter Fatigue, unter immenser Abgeschlagenheit. Bisher gab es für dieses Symptom keine angemessene Therapie. Bei dieser Studie an der Mayo Clinic sollte untersucht werden, inwiefern eine Ginsengeinnahme diesen Erschöpfungszuständen entgegen wirken kann – mit einem eindeutigen Ergebnis.

Insgesamt 282 an Krebs erkrankte ProbandInnen mit einer Lebenserwartung von sechs Monaten, die seit zumindest einem Monat an Fatigue litten, nahmen 8 Wochen lang täglich ein Ginsengpräparat ein. Nach jeweils 4 und 8 Wochen wurde der Grad der Verbesserung anhand des BFI (Brief Fatigue Inventory) und weiterer Fragen zum allgemeinen Wohlbefinden ermittelt.

Die Placebogruppe und die Gruppe mit der geringsten Ginsengdosis (750 mg) zeigten eine ähnlich marginale Verbesserung. Die Gruppe mit der mittleren Ginseng-Konzentrierung (1.000 mg) berichtete jedoch von einer signifikanten Verbesserung des Energielevels und einer Steigerung des Allgemeinbefindens: Doppelt so viele PatientInnen sprachen nur mehr von einer mittleren Fatigue. Im Gegensatz dazu brachte die höchste Dosierung keine weitere Verbesserung – beide hochdosierten Gruppen zeigten ähnliche Ergebnisse.

Die vorliegende Studie von Dr. Debra Barton besagt, dass die tägliche Einnahme von zumindest 1.000 mg Ginseng das Ausmaß der mit einer Krebserkrankung einhergehenden Erschöpfungszustände deutlich mindert und das allgemeine Wohlbefinden steigert.

Obwohl sich der hier getestete Amerikanische Ginseng in seiner Zusammensetzung vom Koreanischen Ginseng geringfügig unterscheidet, können für ihn diese Studienergebnisse auch in ähnlicher Weise gelten. Zumindest bestärkt diese Annahme eine 2003 aus Kanada veröffentlichte, vergleichbare Studie mit Panax Ginseng an BrustkrebspatientInnen (siehe folgende Studie).

Barton DL, Soori GS, Bauer BA, Sloan JA, Johnson PA, Figueras C, Duane S, Mattar B, Liu H, Atherton PJ, Christensen B, Loprinzi CL. Mayo Clinic and Mayo Foundation, Rochester, USA. Support Care Cancer. 2010 Feb;18(2):179-87. Epub 2009 May 6.

Auszug der Studie auf der Website der ASCO, engl. (verlinkt am 25.07.2016)

Studie 2007
Radioprotective effects of an Acidic Polysaccharide of Panax Ginseng on bone marrow cells
Zellversuch mit Knochenmarkszellen

Polysaccharid Ginsan (Wirkstoff des Ginsengs)

Für die immunmodulierenden Eigenschaften des Ginseng wird u.a. der Wirkstoff Ginsan verantwortlich gemacht. In dieser Studie wurde die Auswirkung dieses Polysaccharids auf das Erscheinungsbild und die funktionelle Veränderung von gammabestrahlten Knochen­markszellen untersucht.

Die mit Ginsan vorbehandelten Knochenmarkszellen wiesen nach der Strahlenbehandlung deutliche Unterschiede im Erscheinungsbild auf: Sie zeigten eine annähernd doppelt so hohe Lebensfähigkeit, eine deutlich bessere Kommunikation der Immunabwehrzellen (nachgewie­sen durch einen signifikant höheren IL-12-Spiegel) und eine immens gesteigerte Vermehrung der Helferzellen (nachgewiesen durch vermehrte MHC-Klasse-II-Moleküle und CD4(+)-T-Lymphozyten).

Der Zellversuch belegte eindrucksvoll, dass Ginseng die Lebensfähigkeit von Knochenmarks­zellen und deren Immunabwehr nach Bestrahlung deutlich erhöht und so als effizienter Strahlenschutz fungiert. Das legt nahe, dass Ginseng begleitend zur Chemotherapie zur Stärkung des Immunsystems beitragen kann.

Kim HJ, Kim MH, Byon YY, Park JW, Jee Y, Joo HG. Depart. of Veterinary Medicine, College of Applied Life Sciences, Cheju National Uni, Korea. J Vet Sci. 2007 Mar;8(1):39-44

Studie auf NCBI, engl. (verlinkt am 25.07.2016)

Studie 2003
A double blind placebo controlled Pilot Study to evaluate the effect of Ginseng on Fatigue and Quality of Life in adult chemo-naive cancer patients
Placebokontrollierte doppelblinde Pilotstudie

20 ProbandInnen

Die vorliegende in Kanada veröffentlichte Studie mit Panax Ginseng an BrustkrebspatientInnen ist vergleichbar mit der späteren, amerikanischen Studie von 2007 mit Amerikanischem Ginseng. Auch wenn die vorliegenden Studienresultate allgemein als nicht besonders aussagekräftig gelten – die Studie baut auf den Befragungen von nur 20 ProbandInnen auf – sie lassen allerdings Rückschlüsse auf ähnliche Wirkungsweisen des Koreanischen Ginseng zu. Eine größer angelegte Studienreihe soll folgen.

Younus J, Collins A, Wang X, Saunders M, Manuel J, Freake C, Defen P; London Reg. Cancer Centre, Western Memorial Regional Hospital, Uni of Manitoba, Canada; Proc Am Soc Clin Oncol 22: 2003 (abstr 2947)

» Auszug der Studie auf der Website der ASCO, engl. (verlinkt am 25.07.2016)

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