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Schlaganfall
Akuter Ischämischer Schlaganfall, Hirninfarkt, Hirnödem, Infarkt, Schlaganfall

Gin­seng kann die Folgeschä­den nach einem Schla­gan­fall ver­min­dern und die therapeuti­schen Effek­te der kon­ven­tionellen Behand­lung steigern. Eine Behand­lung mit den im Gin­seng enthal­te­nen Gin­senosi­den (Rd) unter­drückt nach­weis­lich die zer­störerische Reak­tion des soge­nan­nten Pro­tea­soms, wirkt entzün­dung­shem­mend und behin­dert damit das Abster­ben der Gehirnzellen.

Studie 2015
Ginsenoside Rd is efficacious against Acute Ischemic Stroke by suppressing microglial proteasome-mediated Inflammation
Zwei unabhängige, randomisierte placebokontrollierte Studien

199 bzw. 390 ProbandIn­nen, Gin­senosid Rd (20 / 10mg Rd, täglich, 14 Tage lang)

Bei einem Hirn­in­farkt (= akuter ischämis­ch­er Schla­gan­fall) tritt aus den umliegen­den Gefäßen Flüs­sigkeit aus, die das Hirngewebe stark anschwellen lässt. Durch dieses Hirnö­dem entste­ht so viel Druck, dass nicht nur die unmit­tel­bar betrof­fe­nen Ner­ven­zellen im Gehirn abster­ben, son­dern zusät­zlich auch eigentlich gesunde Gehirnareale. Die Eindäm­mung dieses Hirnödems ist daher von zen­traler Bedeu­tung bei der Behand­lung eines Schla­gan­falls und zur Ver­hin­derung von neu­rol­o­gis­chen Folgeschä­den.

Herkömm­lich wird ein Ödem, wie es auch bei anderen Krankheit­en auftreten kann, mit Kor­ti­son-Prä­parat­en behan­delt. Bei Schla­gan­fall­pa­ti­entIn­nen aber bish­er ohne Erfolg. Durch den auftre­tenden Sauer­stoff­man­gel reagiert näm­lich ein Enzym-Kom­plex – das soge­nan­nte Pro­tea­som – und baut im Gehirn genau die Rezep­toren stark ab, die die Wirkung von Kor­ti­son ver­mit­teln kön­nten.

Eine frühzeit­ige Behand­lung mit den aus Gin­seng gewonnenen Gin­senosi­den (Rd) zeigt ger­ade in dieser Hin­sicht beson­dere Wirkung. Bei Pro­tea­som-Aktiv­ität­stests mit Ner­ven­zellen im Reagen­z­glas kon­nten die Forsch­er nach­weisen, dass die Gin­seno­side die zer­störerische Reak­tion des Pro­tea­soms sig­nifikant unter­drück­en, daraus fol­gende Entzün­dun­gen hem­men und so die Gehirnzellen vor dem Abster­ben bewahren kön­nen.

Die zwei fol­gen­den, place­bokon­trol­lierten Stu­di­en wur­den an 589 Schla­gan­fall­pa­ti­entIn­nen im Alter von 18 bis 75 Jahren durchge­führt, denen inner­halb der ersten 72 Stun­den die erste Gin­senosid-Dosis (bzw. das Place­bo) injiziert wer­den kon­nte. Die Behand­lung wurde ein­mal täglich über einen Zeitraum von 14 Tagen wieder­holt. Eine Erst­be­hand­lung inner­halb der ersten 4 Stun­den nach dem Anfall erwies sich als beson­ders effek­tiv.

Die Gin­senosid-Gruppe zeigte gegenüber der Place­bo-Gruppe ein gerin­geres Aus­maß der Behin­derung nach dem Schla­gan­fall. Außer­dem bele­gen die Ergeb­nisse dieser Stu­di­en, dass die Behand­lung mit Gin­senosi­den (Rd) den Ver­lauf des Schla­gan­falls pos­i­tiv beein­trächti­gen und die neu­rol­o­gis­chen Defizite nach einem Schla­gan­fall ver­min­dern kann.

Gemessen wurde diese klin­is­che Wirk­samkeit am 15. und 90. Tag nach dem Schla­gan­fall anhand der mod­i­fizierten Rankin-Skala (mRS), der Nation­al Insti­tutes of Health Stroke Skala (NIHSS) und des Barthel-Index (BI).

Guangyun Zhang, Feng Xia, Yunx­ia Zhang, Xiao Zhang, Yuhong Cao, Ling Wang, Xue­dong Liu, Gang Zhao, Ming Shi
. Depart­ment of Neu­rol­o­gy, Xijing Hos­pi­tal, Xi’an, Shaanxi, Chi­na.
 Mol­e­c­u­lar Neu­ro­bi­ol­o­gy. 2015 Jun 17. PubMed PMID: 26081140.

Auszug der Studie auf Springer­Link, engl. (ver­linkt am 25.07.2016)

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